Abnehmspritzen

Abnehmspritzen Kur-Apotheke

Was sind die neuen Abnehmspritzen? Ist der Hype darum gerechtfertigt? Bringen sie die gewünschte Wirkung?

Wenn wir von den „Abnehmspritzen“ lesen oder hören, dann sind damit neuartige Wirkstoffe gemeint, von denen Tirzepatid, auf dem Markt als „Mounjaro“, der bekannteste und wirksamste ist.
Bei Tirzepatid handelt es sich um einen Wirkstoff, der zwei körpereigene Hormone nachahmt. Diese kontrollieren den Blutzuckerspiegel und das Hungergefühl. Deshalb waren Medikamente aus dieser Klasse anfänglich zur Behandlung von Diabetes, der Zuckerkrankheit, zugelassen, bevor z. B. Moujaro im September 2023 auch die Zulassung gegen Adipositas bekam: Es zügelt den Appetit, verlängert das Sättigungsgefühl und bewirkt so eine reduzierte Nahrungsaufnahme.

Zusätzlich verbessert Mounjaro die körpereigene Verwertung von Fett und Zucker – es hat also einen doppelten Wirkansatz.

Mounjaro Fertigpen Abnehmspritze
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Neben Diabetikern bekommen Patienten den Wirkstoff verordnet, die mit Diäten und Bewegung keine ausreichende Gewichtsreduktion erzielen können und deren BMI über 30 liegt. Lassen sich bereits gewichtsbedingte Begleiterkrankungen feststellen, so bekommen Patienten häufig schon ab einem BMI von 27 das Medikament verordnet. Studien zur Wirksamkeit von Moujaro berichten über Gewichtsreduktion von bis zu 20% des Körpergewichtes.

Was viele Anwender als besonders angenehm empfinden, ist die Tatsache, dass Mounjaro den Food-Noise reduzieren oder beseitigen kann. Darunter versteht man ein Gedankenkarussell, das sich den ganzen Tag nur um Essen dreht – wann die nächste Mahlzeit ansteht oder wann man sich einen Snack gönnen kann.

Wie bei jedem Medikament können auch Mounjaro, Ozempic etc. Nebenwirkungen haben. So leidet etwa ein Viertel der Anwender:innen in den ersten Wochen der Behandlung unter Übelkeit.

Ja, sowohl in Deutschland als auch in Österreich unterliegen diese Medikamente der Rezeptpflicht, d.h. sie sind verschreibungspflichtig und können nur gegen Vorlage eines gültigen Rezeptes abgegeben werden.

Bestimmt wird der Arzt, der Ihnen Mounjaro oder Ozempic verordnet hat, beim ersten Mal mit Ihnen die richtige Anwendung besprechen und Ihnen zeigen, wie Sie sich diese Arzneimittel spritzen müssen. Doch durch die praktischen Fertigpens, die einem Kugelschreiber ähneln, ist die Verabreichung ganz einfach geworden und erfolgt einmal pro Woche. Der Wirkstoff wird nur unter die Haut gespritzt – das heißt, in Zukunft können Sie sich das Medikament selbst verabreichen. Die Nadeln sind sehr fein, so dass man die Injektion kaum spürt und deshalb keine Angst davor haben braucht. Sehr gerne erklären wir Ihnen in der Kur-Apotheke die richtige Anwendung und trainieren mit Ihnen die Handhabung des Pens.


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